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Fotos sind unter diesem Link ersichtlich: 3.WBV-Turnier 19/20

Der Morgen des 24. November war ziemlich kühl, umso schader war es, unbedingt aus dem Bett kriechen zu müssen und sich halbwegs herzurichten um nicht wie der letzte Höhlenmensch auszusehen. Jaja, es war wieder Zeit sich unter Menschen zu mischen, denn unser VRC war wieder als Ausrichter eines WBV Turnier zuständig. Apropos Menschen, es waren diesmal nicht ganz so wenige. Es waren immerhin 68 Teilnehmer, die sich dieses Doppel- und Mixedspektakel nicht entgehen lassen wollten. Neuer Rekord? Weiß ich leider nicht. Das können nur die Archive des antiken WBVs bestätigen, zu denen ich keinen Zugriff habe.

Wieder einmal die U-Bahn knapp verpasst um mich ja wieder um 10 min zu verspäten als es geplant war. Sorry meinerseits, jedoch waren die fleißigen Arbeiter rund um Markus H., Steffi S. und Alex schon am werkeln und hatten bereits die meisten Felder aufgebaut, sehr löblich. Sogar ein Johannes, der sich eigentlich selbst, zu seinen momentan stressigen Zeiten, Hallenverbot erteilt hatte, ließ es sich nicht nehmen einen Blick in die Halle zu werfen und mitzuhelfen nur um dann wieder wie ein Geist zu verschwinden. Herzlichen Dank auch dir! Michi W. konnte mit seiner Schar aus seinem selbst aufgebautem Kinderimperium bereits die Küche des Buffets füllen und wir warteten nur mehr auf den Ansturm der nacheinander hereintrudelnden Spieler. Und sie kamen, seien es die zahlreichen Gäste aus unseren Lieblingsvereinen Donaustadt, URW, Sportivo, Simmering oder WBHorde als auch die Hobbyspieler. Ja ganz Recht, die Hobbyspieler machten diesmal gut fast 50% der Teilnehmer aus, denn die B-Bewerbe waren für sie eine willkommene Abwechslung zu den Koch-Turnieren, an denen sie immer und immer wieder gegen die meisten selben Gegner antraten. Mit dem neuen Format der WBV-Turniere machten sie Jagd auf frisches „Blut“ und wie sich am Ende herausstellte, es gefiel ihnen wunderbar gut. Markus und ich, schon ganz aufgeregt auf den Start, machten unsere Auslosungen und widerstanden jedem Versuch der Bestechung um eine "gute" Auslosung, seien es angebotene Teigtaschen, Kuchen, oder flatternde Scheine. Scherz beiseite, den Anblick, den wir bei der Eröffnung hatten, war ziemlich imposant. Vielleicht sogar beeindruckender als an manch einem anderen Ranglistenturnier.

Und so begannen die Mixedspiele, die A-Spieler in einem Kompassraster, die B-Spieler anfänglich in Gruppen. Die gingen ziemlich rasch hin, was Markus und mich sehr überraschte, hatten wir doch noch nie 8 Felder gleichzeitig zur Verfügung.

Während im A-Bewerb Ultraschaller M./Steffi Wagnis nicht ganz überraschend ziemlich stark auftraten, konnte man sich von der Nr. 2 gesetzten Paarung vielleicht nicht ganz den Finaleinzug erwarten. Aber Luki/Sonni belehrten uns eines Besseren und zeigten welche Klasse in ihnen steckte. In einem spannenden Finale hatten aber der „bessere“ Markus und Steffi den etwas längeren Atem und holten sich mit ihrem 20-22, 21-16, 21-10 den ersten Titel des Tages. Der jüngere „Hundi“ vom Simmering ließ sich mit Silitonga N. nicht „verhöhnen“ und verweigerten Phil und seiner URW-Partnerin Faist den dritten Platz (19-21, 21-16, 21-17).

Im B-Bewerb war es nicht einfach die richtige Setzung zu finden, kannte man hier doch 70% der Spieler nicht vom Ligaalltag. Dennoch schafften wir, denke ich, 3 ausgeglichene Gruppen zu losen und am Ende fand man auch eine ziemlich ausgeglichene „Gruppensieger“-Gruppe vor, in der man um den Turniersieg kämpfte. So gingen alle drei Spiele in dieser Gruppe über die volle Distanz und Wojcik M./Swierczewska K. (für mich unaussprechbar) gingen als Sieger des Mixed-B Bewerbs hervor. Das Nachsehen hatte Lenhart H./Pelz A. sowie Nguyen J./Zika G.

Gerade nach den letzten Mixedpartien gerieten Markus und ich das erste mal organisatorisch wirklich ins Schwitzen. Der Übergang von Mixed zu Doppel verlief nämlich so holprig wie so manche Autofahrt mit Andi Geiss (just kidding, wir lieben dich Andi :P), aber am Ende kamen wir mit zwei blauen Augen davon. So konnten wir mit ein wenig Verspätung kurz nach 14:00 unsere Doppelpartien starten und die Aufregung legte sich langsam.

Diesmal griff auch Markus im A-Bewerb ins Turniergeschehen ein, nur merkte man ihm den anfänglichen Stress an und auch Phil war noch nicht ganz erholt von seinem Spiel um Platz 3 im Mixed. So geriet man gegen Willi und Robert, die auf „Ichhauaufallesdruffe“ gut spielten, mächtig ins strudeln und gab gegen den 1 zu 50 Underdog sogar einen Satz ab, um am Ende doch noch mit 18 den dritten über die Ziellinie zu retten. Komischerweise lief es im Halbfinale wieder rund und so erreichte man am Ende das Finale wo wieder Ultraschaller/"Hundsvieh" S. warteten. Diese hatten doch erheblich weniger Probleme auf ihren Weg dorthin. Dieses Endspiel hatte es in sich, wo Kampfrufe wie „Atom“ oder „Kack****“ für Markus/Phil nötig waren um stehend K.O. das Simmeriner Gespann biegen zu können. Einfach Klasse mit 17-21, 21-17, 21-18. Für einen Donaustädter Stockerlplatz reichte es für Gebeshuber/Gschwandtner indem sie im Spiel um Platz 3 den anderen „Hundi“ Josef mit Partner Ernestus L. ausschalteten.

Das Damendoppel wurde hingegen wieder im Gruppensystem gespielt und so haben sich auch die Spiele in dem Bewerb etwas verzögert, so war als letzte Partie des Abends das Damendoppel-Finale angesetzt. In dem fanden sich Martina/Meli gegen Reichel A./Herbst M. Beide Paarungen hatten sich zuvor in der „Final-3er Gruppe“ gegen Steffi/Miri durchgesetzt, womit für sie der dritte Platz übrig blieb. Auch hier ging es spannend zu, Reichel Andrea musste Mitte des ersten Satz kurz mit einem leichten aber schmerzvollen Umknicker kämpfen, konnte aber dann weiterspielen. Die Partie ging mit 21-19, 21-19 an unsere VRC-Hüpfer, wobei die Sätze ziemlich ähnlich verliefen. Martina/Meli ergatterten immer anfangs ein komfortablen Vorsprung, nur um bis zum Ende hin wieder zittern zu müssen. Aber Ente gut alles gut. Quack.

Bei den B-Bewerben sah man auch im Doppel wieder viele neue Gesichter. Der Andrang in den beiden Doppeln war aber überschaubarer als im Mixed, trotzdem hatten wir auch hier wieder enge Spiele. Hier hielten im Herren B-Bewerb für den VRC Michi R. und Ryan S. die Fahnen hoch, sie gewannen das Finale gegen Lenhart/Wojcik in drei Sätzen 21-16, 16-21, 21-6. Im Spiel um Platz Drei hatten im „Familyduell“ die Nguyen Brüder Johann/Michael gegen das Father-Son-Double Kalinka (Dietmar/Simon) das bessere Ende für sich (21-10, 20-22, 21-17).

Das Damendoppel konnte gerade 4 Paarungen zusammengekratzt werden, die dann auch alle in einer 4er Gruppe jeder gegen jeden Antraten. Hier fuhren Pelz A/Swierczewska über ihre Konkurrentinen drüber und gaben dabei keinen Satz ab. Platz 2 konnte Babsi W. mit Enzi I. das Stockerl erobern, noch vor den Donaustädtern Greisl/Katzler.

Am Ende können wir zusammenfassen, organisatorisch lief es geschmiert, mit vielleicht einem kurz abgestorbenen Motor, buffetmäßig wurden Erwartungen übertroffen. Spannende Spiele wurden auf dem Silbertablett geliefert mit einer großartigen Kulisse. Ich denke wir konnten die meisten Bedürfnisse befriedigen, aber hey gebt mir im Feedback Bescheid was man noch verbessern kann. Beschimpfungen hingegen sind bitte an den Markus weiterzuleiten XD. (Markus war ein Superpartner an dem Tag). Rüdiger hat euch lieb.

LG Michi T.

Ergebnisse unter: https://obv.tournamentsoftware.com/sport/tournament?id=5ACEE186-DDEB-4897-8A05-5576530183E8